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Eltern & Schule - einige Ratschläge zu einem nicht immer unproblematischen Verhältnis


Wenn ein Schüler Probleme in der Schule hat (gleich welcher Art!), dann ist der erste Ansprechpartner die Schule selbst!

Beraten Sie sich mit der zuständigen Lehrkraft. Versuchen Sie zunächst in Ruhe das Problem darzustellen. Lassen Sie sich dann die Sicht der Lehrkraft darlegen. Kommen beide zu unterschiedlichen Sichtweisen, versuchen Sie in einem Dialog herauszufinden, warum dies so sein kann.

Beide Seiten sollten es unbedingt vermeiden, Schuldzuweisungen an die jeweils andere Person weiterzugeben. Die Frage nach dem Schuldigen hilft keinem weiter! Ganz im Gegenteil zerstört sie meist jedes vernünftig klärende Gespräch bereits im Keim. Letztenendes wird meist das Kind zwischen den Fronten zerrieben!

Aus vielen Fortbildungsveranstaltungen an Schulen und Beratungsgesprächen mit Eltern bekommen wir immer wieder die gleichen Klagen zu hören:

Die Lehrkräfte: "Eltern sind oft so uneinsichtig und wollen uns nicht zuhören!"

Die Eltern: "Die Lehrer meines Kindes verstehen mich nicht; sie hören mir nicht, wollen von dem Problem nichts wissen!"

Versuchen Sie, und zwar beide Seiten, zunächst einmal alle Emotionen herauszuhalten (auch wenn dies besonders den Eltern schwerfallen wird). Beide Seiten sollten nicht sofort von dem Unwillen der anderen ausgehen, nur weil ihre Meinungen zunächst einmal auseinandergehen. Beide Parteien wollen im Interesse des Kindes handeln und reagieren. Überlegen Sie in Zusammenarbeit, warum es zu keiner gemeinsamen Position kommt.

An die Lehrer:
Denken Sie daran, daß die Eltern nicht nur mit den sachlogischen Problemen des Kindes zu kämpfen haben, daß sie oft nicht wissen was sie tun sollen, daß sie vielleicht vieles aus bestem Gewissen heraus falsch machen ohne es zu wissen und daß sie vor allen Dingen als Vater oder Mutter emotional stark involviert sind und deshalb um die Zukunft ihres Kindes mit allen Mitteln kämpfen (würden Sie es anders machen?). Vielleicht ist es ja auch so, dass die Eltern tatsächlich über Schwierigkeiten berichten, die Sie so im Klassenverband nicht festgestellt haben. Oftmals verhält sich ein Kind in der Klasse ganz anders als zu Hause, weil es z. B. Sie als Lehrkraft nicht enttäuschen will oder sich vor der Klasse blamiert fühlt, auch wenn es scheinbar keinen objektiven Grund dafür hat (dies gilt umgekehrt natürlich genauso).

An die Eltern:
Sie sehen die spezielle Problematik Ihres Kindes täglich vor Augen. Ihr Kind ist einer der zentralen Mittelpunkte Ihres Lebens. Gerade dann, wenn Ihr Kind ein Problem in der Schule hat, würden Sie es natürlich am liebsten sehen, wenn sich das schulische Interesse auf Ihr Kind konzentriert (wer will Ihnen das verdenken?).In den allermeisten Fällen versuchen die Lehrkräfte auf die Schwierigkeiten einzugehen. Aber bedenken Sie bitte dabei:

  • Alle Eltern formulieren das Interesse, daß die Lehrkraft speziell auf ihr Kind eingehen (auch Eltern, deren Kinder keine Probleme haben!).

  • Die Lehrkraft des Kindes muß ihre Aufmerksamkeit gleichermaßen auf alle Kinder lenken; es ist ihr deshalb schon praktisch ganz unmöglich, dies so zu praktizieren, wie Sie es bei Ihrem eigenen Kind tun.

  • Die Lehrkraft hat es nicht nur mit einem Problem zu tun (beispielsweise in unserem Falle einer Dyskalkulie). Sie hat Kinder mit ganz unterschiedlichen Lernvoraussetzungen in der Klasse, Kinder, die Sprachschwierigkeiten haben, Verhaltensprobleme, Probleme beim Lesen oder bei der Rechtschreibung u. v. a. mehr.

  • Der Lehrkraft sind oft schulische Grenzen gesetzt, für die sie weder die Verantwortung trägt und die sie auch nicht außer Kraft setzen kann.


Fazit:
Hat ein Kind Schwierigkeiten beim Rechnen, sollte die Schule der erste Ansprechpartner sein. Beraten Sie sich mit der Lehrkraft über Fördermöglichkeiten und/oder anderweitige Maßnahmen. Dies sollte in Zusammenarbeit geschehen. Lassen Sie (auch wenn es manchmal schwerfallen mag) Emotionen aus dem Gespräch heraus. Reagieren Sie nicht mit moralischen Tiefschlägen, sondern diskutieren Sie an der Sachlogik entlang. Schuldzuweisungen helfen gar nichts! Sie beruhigen vielleicht Ihr Gewissen (gilt für beide Seiten), aber sonst auch nichts! Schließlich sitzt man zusammen, um Wege der Hilfe für das Kind zu finden.

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