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Fortbildungsinformationen |
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Fortbildung - Folgeveranstaltung Primarstufe, Sek. I+II |
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Unsere
aktuellen Fortbildungen und Schilf
(schulinterne
Lehrerfortbildungen) |
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Das MLZ Dortmund/Bochum führt seit seiner Gründung regelmäßig (wöchentlich außer in den Schulferien) Fortbildungsveranstaltungen zum Thema „Rechenschwäche/Dyskalkulie“ an allen Schulformen, Kliniken und Beratungsstellen durch. Bei den Schulen handelt es sich in aller Regel um Kollegiumsinterne Fortbildungen; Weiterbildungen finden auch auf übergreifenden Tagungen statt (z. B. Schulleiterkonferenzen). Von den inzwischen fast 300 Veranstaltungen fand und findet ein überwiegender Teil (ca. 70%) nach wie vor an Grundschulen statt, bisher weniger im Bereich der Sekundarstufe I (hier überwiegend an Realschulen und Gymnasien), obwohl die Problematik dort in gleicher Weise vorzufinden ist. Der Früherkennung in den Grundschulen kommt natürlich - wegen ihrer präventiven Wirkung - ein hoher Stellenwert zu; es ist aber aus unseren gerade in den letzten Jahren gewonnenen Erfahrungen heraus ebenso wichtig, sich zu Anfang der Orientierungsstufe ein klares Bild von dem mathematischen Leistungsstand der Schüler(innen) zu machen, also bevor das Kind die achte Klasse besucht, sich bis dahin mit einer so genannten „Beton-Fünf“ durch die Schule „gequält“ hat und dann mit einem Ungenügend nicht mehr weiter kommt. Wie sich aus den Statistiken der beteiligten Einrichtungen des Arbeitskreises des Zentrums für angewandte Lernforschung immer wieder entnehmen lässt, werden Auffälligkeiten bei rechenschwachen Kindern und Jugendlichen sowohl in der Grundschule als auch auf den weiterführenden Schulen meist viel zu spät registriert. Das vorrangig erste Ziel einer Fort- und Weiterbildung zur Problematik „Rechenschwäche/Dyskalkulie“ muss deshalb das sichere und rechtzeitige Erkennen von grundlegenden Schwierigkeiten beim Mathematisieren sein, damit die vom Gesetzgeber geforderte Vorrangigkeit schulischer Hilfen auch greifen kann.
Die Fortbildungen des MLZ sind in jeder Hinsicht auf die Praxis angelegt. Unsere Arbeit mit Schulen und Lehrkräften in den letzten zehn Jahren hat gezeigt, dass beispielsweise neuropsychologische Teilleistungs-modelle, theoretische Untersuchungen aus der Neurodidaktik etc. für den schulischen Alltag vor Ort im Unterricht und bei der Förderung rechenschwacher Kinder bisher noch wenig hilfreich sind. Sollte von schulischer Seite Bedarf nach einer Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Forschungsansätzen bestehen, so müsste dies vorher besprochen werden, da sie in unseren Fortbildungen ansonsten eher am Rande vorkommen. Unser Ziel ist vielmehr, dass die LehrerInnen am Ende einer Fortbildung in der Lage sein sollen, eine mögliche Rechenschwäche frühzeitig (d. h. in der Grundschule bereits in den ersten Monaten des Anfangsunterrichtes, auf den weiterführenden Schulen zu Beginn der Orientierungsstufe) zu erkennen. Um dieses Ziel umsetzen zu können und auch um gezielte Fördermaßnahmen einzuleiten, ist es von zentraler Bedeutung, sich mit den Vorstellungen, Missverständnissen und völlig Unverstandenem der rechenschwachen Kinder und Jugendlichen auseinanderzusetzen. Ohne eine konkrete Beschäftigung und Analyse mit dem, was rechenschwache Schüler beim Mathematisieren „umtreibt“, weshalb es zu so genannten „Traumergebnissen“ kommt oder aber auch (was besonders für die Sekundarstufe I von Interesse ist), wie sich ein Kind durch die Grundschulzeit mit nahezu völligem Unverständnis „hindurchmogelt“, sind eine schulische Diagnose und daraus resultierende Förderkonzeptionen nicht möglich. Hilfreich sollen hier auch Materialien und Fragebögen sein, die das MLZ in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis des Zentrums für angewandte Lernforschung für Schulen entwickelt hat. Eine abschließende Anmerkung sei erlaubt: Diese Fortbildung kann kein 500-stündiges weiterbildendes Studium zum Dyskalkulietherapeuten ersetzen, wie es unsere Mitarbeiter auf Grundlage ihres Erststudiums zum Psychologen, Pädagogen oder Sonderpädagogen durchlaufen haben. Dies ist in sechs Stunden oder in einem Wochenendseminar (wie häufig behauptet) einfach nicht zu leisten. Die Rückmeldungen zeigen jedoch deutlich, dass die Lehrkräfte nach einer Weiterbildung wesentlich sicherer im Umgang mit der Thematik Rechenschwäche/Dyskalkulie geworden sind und neue Mittel und Strategien gefunden haben, rechenschwachen Kindern den richtigen Weg zu weisen. Im Folgenden finden Sie zwei Varianten für eine ganztägige Lehrerfortbildung und eine Übersicht für eine ganztägige Folgeveranstaltung (Voraussetzung dafür ist die Teilnahme an einer Variante der Erstveranstaltung).
Rechenschwäche/Dyskalkulie Symptome - Früherkennung - Förderung
Rechenschwäche/Dyskalkulie Symptome - Früherkennung - Förderung
Fortbildung - Primarstufe, Sek. I+II
Teil I - Grundlagenwissen
Die Fortbildung soll offen gestaltet werden. Dies bedeutet, dass man die einzelnen Themen nicht vollständig behandeln kann (das ist in diesem Rahmen auch gar nicht möglich). Es sollen vielmehr Hinweise auf andere Zugänge gegeben werden, die im Unterricht neue Perspektiven schaffen oder die man bei der Förderung rechenschwacher Kinder und Jugendlicher verwenden kann. Das Inhaltsverzeichnis versteht sich als eine Empfehlung und wird vor und während der Veranstaltung auf die Bedürfnisse der Teilnehmer zugeschnitten. Die Inhalte der Fortbildung
nehmen Bezug auf die praktische Erfahrung aus Lerntherapien, Fortbildungen an
Schulen, Kliniken, Beratungsstellen, Lehrerseminaren und anderen Institutionen
sowie auf verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen BREITENBACH 1996: Breitenbach, E.: Auf neuen Pfaden zu alten (sonder-) pädagogischen Prinzipien. Neuropsychologische Aspekte von Lernen und Lernstörungen, Zeitschrift für Heilpädagogik, 1996, S. 408-419 BUNDSCHUH 1996: Bundschuh, K.: Einführung in die sonderpädagogische Diagnostik, 4. Aufl., München 1996 DORT-E: Dortmunder Rechentest für die Eingangsstufe, siehe: Moog/Schulz 1999 GERSTER 1996: Gerster, H.-D.: Vom Fingerrechnen zum Kopfrechnen - Methodische Schritte aus der Sackgasse des zählenden Rechnens. In: Eberle, G.; Kornmann, R.: Lernschwierigkeiten und Vermittlungsprobleme im Mathematikunterricht an Grund- und Sonderschulen, Möglichkeiten der Vermeidung und Überwindung. Schriftenreihe der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Bd. 25, Weinheim 1996 GERSTER 2002: Gerster, H.-D.: Ist Rechenschwäche eine Teilleistungsstörung? (Skript), Pädagogische Hochschule Freiburg. Institut für Mathematik und Informatik und ihre Didaktiken, Freiburg 2002 GERSTER 2002: Gerster, H.-D.: Helfen „basale Trainings“? Hilft die Neuropsychologie? (Skript), Pädagogische Hochschule Freiburg. Institut für Mathematik und Informatik und ihre Didaktiken, Freiburg 2002 GERSTER 2002: Gerster, H.-D.: Schwach im Rechnen - Dyskalkulie (Skript), Pädagogische Hochschule Freiburg. Institut für Mathematik und Informatik und ihre Didaktiken, Freiburg 2002 GERSTER 2002: Gerster, H.-D.: Vorurteile über „Rechenschwäche” (Skript), Pädagogische Hochschule Freiburg. Institut für Mathematik und Informatik und ihre Didaktiken, Freiburg 2002 GERSTER 2002: Gerster, H.-D.: „Lehrende Lehrer” und ihr Beobachtungsverhalten (Skript), Pädagogische Hochschule Freiburg. Institut für Mathematik und Informatik und ihre Didaktiken, Freiburg 2002 GERSTER/SCHULTZ 2000: Gerster, H.-D.; Schulz, R.: Schwierigkeiten beim Erwerb mathematischer Konzepte im Anfangsunterricht. Bericht zum Forschungsprojekt Rechenschwäche - Erkennen, Beheben, Vorbeugen. Pädagogische Hochschule Freiburg. Institut für Mathematik und Informatik und ihre Didaktiken. Überarbeitete und erweiterte Fassung, Freiburg 2000 HAWIK-R: Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder, Revision 1993, Bern-Göttingen-Toronto-Seattle 1983 ICD-10: Remschmid, H.; Schmidt, M. H. (Hrsg.): Multiaxiales Klassifikationsschema für psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters nach ICD-10 der WHO. Mit einem synoptischen Vergleich von ICD-10 mit ICD-9 und DSM-III-R, 3. rev. Aufl., Bonn-Göttingen- Toronto-Seattle 1999 KUTZER ET AL. 1995ff.: Kutzer, R.; Bagus, G.; Freise, B. et al.: Mathematik entdecken und verstehen. Schülerbde. 1-6, Frankfurt/M. 1995-2001, Kommentarbd. 1, Frankfurt/M. 1998, Kommentarbde. 2-4, Hünfeld 1999-2003 LORENZ/RADATZ 1993: Lorenz, J. H.; Radatz, H.: Handbuch des Förderns im Mathematikunterricht, Hannover 1993 MOOG/SCHULZ 1999: Moog, W.; Schulz, A.: Zahlen begreifen. Diagnose und Förderung bei Kindern mit Rechenschwäche, Neuwied 1999 SCHIPPER 2001: Schipper, W.: Thesen und Empfehlungen zum schulischen und außerschulischen Umgang mit Rechenstörungen. Occasional Paper 182. Institut für Didaktik der Mathematik der Universität Bielefeld, Bielefeld 2001 VON ASTER 1996: von Aster, M.: Die Störungen des Rechnens und der Zahlverarbeitung in der kindlichen Entwicklung. Habilitationsschrift. Medizinische Fakultät der Universität Zürich 1996 WEHRMANN 2003: Wehrmann, M.: Qualitative Diagnostik von Rechenschwierigkeiten im Grundlagenbereich Arithmetik, Berlin 2003 ZAREKI: VON ASTER, M.: Testverfahren zur Dyskalkulie ZAREKI. Manual, Frankfurt/M. 2001
Zum besseren Verständnis werden
Video-Sequenzen aus Förderdiagnostiken gezeigt. Namen sowie auf die gezeigten
Personen bezogene anderweitige Daten unterliegen der Schweigepflicht
Finanzierung/Organisatorisches
Bis zum Ende des Schuljahres 2003/2004 wurden wir in der Regel vom zuständigen Regierungspräsidenten/den Schulämtern zu Fortbildungen beauftragt, da die Kosten auch von diesen Stellen mit den entsprechenden Projektmitteln getragen wurden. Wie Sie sicher wissen, ist dies seit dem Schuljahr 04/05 nicht mehr der Fall, so dass die Schule(n) die Finanzierung nun selber übernehmen müssen.. Die anfallenden Kosten können Sie bei uns im Sekretariat erfragen. Es hat sich in den letzten Monaten seit der Streichung der Projektmittel seitens der Regierungspräsidenten gezeigt, dass sich wegen des „schmalen“ Fortbildungsetats der einzelnen Schulen mehrere Schulen zusammengeschlossen haben. Dies halten wir für eine sinnvolle Idee, geben aber zu bedenken, dass die Gesamtanzahl der beteiligten Personen maximal bei 25 bis 30 liegen sollte (Schulleiterkonferenzen ausgenommen). Eine „kostendämpfende“ und inhaltlich sehr gute Idee (organisatorisch vielleicht aber nicht unaufwendig): Eine Bildungskette: „Vom Kindergarten über die Grundschulen zur weiterführenden Schule“ (jeweils im regionalen Bezug); Übergänge (Kindergarten/Grundschule, Grundschule/weiterführende Schule) werden dadurch transparenter und in Bezug auf das Thema Rechenschwäche/Dyskalkulie können gegenseitige Wünsche und Vorstellungen an einem Tisch diskutiert werden.
Seit Januar 2006 ist es zukünftig nicht mehr möglich, für eine Fortbildung einen schulfreien Tag zu beantragen. Es muss deshalb einen neuen zeitlichen Rahmen geben, ohne dass sich die inhaltliche Qualität unserer Veranstaltung ändert. Bitte denken Sie auch zukünftig daran, dass alle Termine mit unserem Sekretariat in Dortmund (Frau Grabowski) abgesprochen werden müssen (Telefonsprechzeiten: Mo bis Do von 12:00 bis 14:00 Uhr unter 0231-8390049 oder Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen). .
Das MLZ Dortmund/Bochum bietet seine Fortbildungsveranstaltungen in zwei Modellen jeweils am Montag und Dienstag an: Referenten sind die Leiter des MLZ, Herr Hoffmann oder Herr Stemler. Alle Beteiligten erhalten am Ende der Veranstaltung eine ausführliche Teilnahmebescheinigung.
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Unsere aktuellen Fortbildungen und Schilf (schulinterne Lehrerfortbildungen)
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